Das große digitale Missverhältnis

Wie man sich auf die große digitale Divergenz vorbereitet
(Übersetzung: Aus GRIDDAILY von Autor Tony Saldanha 12. Okt. 2020)

Habe ich gerade jemanden sagen hören: „Jeff wer? Das war nur ein Scherz.
Meistens ist die Antwort, die ich bekomme, „Mansa wer?“.
Das ist eine verständliche Frage, da die meisten Bildungssysteme weltweit mittelalterliche Geschichte mit westlicher mittelalterlicher Geschichte gleichsetzen und als König – der zu dieser Zeit in Mali lebte – bekommt Musa in den Geschichtsbüchern die kurze Strafe. Das Interessante daran ist, dass Mansa Musa allgemein als die reichste Person aller Zeiten anerkannt wird.

Inzwischen ist Bezos kürzlich als „die erste Person in der Geschichte, die mehr als 200 Milliarden Dollar wert ist“ in die Nachrichten gekommen. Das mag für die Moderne zutreffen, aber es hat in der Geschichte einige reichere Menschen gegeben. Vor ein paar Jahren erschien ein Artikel in celebritynetworth.com (Ja, eine solche Website existiert. Ihr Slogan lautet: Die Website lesen zukünftige Milliardäre jeden Tag! ) listete die reichsten Menschen aller Zeiten auf.

#10 Cornelius Vanderbilt – 185 Milliarden Dollar
#9 Henry Ford – $199 Milliarden
#8 TIE: Muammar Gaddafi und Wladimir Putin- 200 Milliarden Dollar
#7 William der Eroberer – 229,5 Milliarden Dollar
#6 Mir Osman Ali Khan – $230 Milliarden
#5 Nikolai Alexandrowitsch Romanow – 300 Milliarden Dollar
#4 Andrew Carnegie – $310 Milliarden
#3 John D. Rockefeller – $340 Milliarden
#2 Die Rothschild-Familie – 350 Milliarden Dollar
#Nr. 1: Mansa Musa I – 400 Milliarden Dollar

Die große wirtschaftliche Divergenz von 2020
Zuverlässigere Quellen, einschließlich der BBC, haben leicht abweichende Varianten dieser Liste, aber sie setzen Mansa Musa fest auf Platz 1. Musa (1280-1337) ist eine absolut faszinierende Persönlichkeit, die das malische Reich regierte, das sich über das heutige Mali, Timbuktu und Ghana erstreckte.
Jeff ist natürlich die moderne historische Figur, die dafür verantwortlich ist, dass der Weltmarkt, Paket für Paket, vor meine Haustürgebracht wurde. Während der COVID-19-Pandemie wuchs sein Vermögen zwischen März und Juni 2020 um 48 Milliarden Dollar.

Das Missverhältnis
Er ist nicht der Einzige, der von der Pandemie profitiert. Im Allgemeinen sind die amerikanischen Milliardäre während der Pandemie um 637 Milliarden Dollar reicher geworden, während zur gleichen Zeit 40 Millionen Amerikaner arbeitslos wurden. Offensichtlich handelt es sich hier nicht nur um ein US-Problem oder leider auch nur um ein Problem der Einkommensungleichheit. Die Volkswirtschaften der Welt selbst divergieren. Als COVID zuschlug, gingen das Weltwirtschaftswachstum und etwa 500 Millionen Vollzeitarbeitsplätze in Rauch auf. Und die Länder erholen sich in unterschiedlichem Tempo. Es wird erwartet, dass Chinas Wirtschaft bis Ende 2021 um 10% größer sein wird als vor der Pandemie. Die USA werden 2019 in etwa gleich groß sein. Europa wird hinter der Größe vor der Pandemie zurückbleiben. Ein wichtiger Faktor für diese divergierende Erholung ist unter anderem das Tempo der Digitalisierung.
Diese wirtschaftliche Divergenz ist jedoch ein weiteres Thema, das ich leider kurz beiseite lassen muss, weil ich auf das kritische Thema der digitalen Divergenz eingehen will.
Digitale Divergenz: Was sollten Sie als Führungskraft tun?
Die Ergebnisse der Unternehmen divergieren bereits aufgrund der digitalen Entscheidungen, die während der Pandemie getroffen wurden.
Digital gesteuerte Geschäftsmodelle sind auf dem Vormarsch (z.B. die Weinverkostungs-Boutique in Kalifornien, die sich als Boutique-Weinliefergeschäft neu erfunden hat). Was die Kostensenkung anbelangt, so besteht kein Zweifel daran, dass sich die Unternehmensführer als das derzeit bevorzugte Instrument zur Verbesserung der Produktivität massenhaft der Digitalisierung zuwenden. Es gibt jedoch zahlreiche Fallstricke, wenn es darum geht, wie man sich die Digitalisierung genau zu eigen macht. Ohne einen starken Spielplan Geld auf das Problem zu werfen, wird eine negative Spirale in Gang setzen.

Hier ist mein Vorschlag.
Bringen Sie das Portfolio Ihrer digitalen Investitionen in Ordnung: Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass die meisten Unternehmen, die nach einer Wirtschaftskrise florieren, sich während der Krise und nicht danach von ihrer Konkurrenz zurückziehen. Allerdings ist das Geld im Moment knapp. Was sollte eine Führungskraft tun? Ausgaben kürzen (auch in nicht-strategischen IT-Bereichen), um in strategische digitale Fähigkeiten zu reinvestieren. Nicht alle Ausgaben im Bereich IT/Digital sind gleich oder heilig.
Setzen Sie sowohl kurz- als auch langfristige digitale Prioritäten: Es beunruhigt mich, dass ein Unternehmen die Digitalisierung „beschleunigt“ hat, weil es „Home Office“ oder digitalisierte Arbeitsprozesse eingeführt hat. Das ist heute der Tisch, der auf dem Spiel steht, und das ist die kurzfristige Digitalisierung. Ob Sie die Konkurrenz nach der Pandemie schlagen, wird davon abhängen, ob Sie zusätzlich dazu neue, störende digitale Modelle geschaffen haben.

Denken Sie zuerst an die Menschen: Ihre Mitarbeiter sind möglicherweise nicht in der Lage, sich auf den Wandel zu konzentrieren, wenn ihr berufliches und privates Leben dramatisch beeinträchtigt wird. Schlimmer noch, sie werden nach dem wirtschaftlichen Abschwung vielleicht nicht bei Ihnen bleiben, wenn sie glauben, dass Sie schlechte Entscheidungen zur Unterstützung der Mitarbeiter gegenüber der Unterstützung der Aktionäre getroffen haben.

Nach wirtschaftlichen Umwälzungen ist leider mit wirtschaftlichen Divergenzen zu rechnen. Ein Teil davon ist auf Vorerkrankungen zurückzuführen, z.B. darauf, ob man vor dem COVID ein Milliardär war oder bereits an der Armutsgrenze stand. Bei den Faktoren, auf die wir Einfluss haben, sind es die Entscheidungen, die wir jetzt treffen, die bestimmen, auf welchem abweichenden Weg wir landen. Wir hatten in der Krise, die uns aufgezwungen wurde keine Wahl – die Chancen, die sich uns jetzt anbieten dürfen wir nicht verschwenden.

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