Vorlesung „EeG“ im Wintersemester 2025 an der Hochschule München erfolgreich!
Studierende werden zu selbstbewussten Gründer:innen
- Zwölf Termine.
- Jeweils 90 Minuten.
Und am Ende stehen keine Studierenden mehr im Raum.
Sondern neugierige Gründer:innen.
Jedes Semester bin ich wieder beeindruckt, was in so kurzer Zeit entstehen kann:
- Ideen werden konkreter.
- Stimmen klarer.
- Gedanken mutiger.
- Haltungen werden reifer.
„Ich bin nicht hier, um laut zu sein. Ich bin hier, um klar zu sein.“
Gleich zu Beginn des Semesters sage ich einen Satz, der irritiert:
Es reicht heute nicht mehr, der Beste zu sein.
Das meine ich bewusst so.
Denn „bestes Produkt“, „beste Qualität“, „beste Performance“ –
das versprechen heute fast alle.
Wir leben im Überangebot.
Volle Regale. Volle Feeds. Volle Versprechen.
Die entscheidende Frage lautet nicht mehr:
- Was ist besser?
- Sondern: Wofür steht das eigentlich?
Von der Idee zur Haltung
In unserer Vorlesung „Entwicklung einer Geschäftsidee“ geht es nicht nur um Businesspläne, Zielgruppen oder Pitchdecks.
Es geht um etwas Tieferes:
- Wer bist du als Gründer:in?
- Welche Werte tragen dein Unternehmen?
- Was bleibt, wenn Marketing und Buzzwords verschwinden?
Polierte Werbebotschaften werden heute weggeswiped.
Nicht, weil Produkte schlecht sind –
sondern weil sie austauschbar wirken.
Was wirklich unterscheidet, ist Haltung.
Ich würde sogar sagen:
- Eine Marke braucht eine Seele.
- Und eine Seele will nicht überzeugen.
- Sie will berühren.
Drei Eigenschaften, die im Semester immer wieder für mich sichtbar waren
Durch meine Tätigkeiten als Investor, Dozent, Dipl. Ing (Elektro) und Handwerker durfte ich viele Gründer:innen und ihre persönlichen Geschichten kennenlernen.
Immer wieder zeigen sich drei Eigenschaften, die den Unterschied machen – und genau diese beobachten wir auch in unserer Vorlesung.
Dies gilt sowohl für den Hörsaal als auch für Büros in KMUs oder bei Handwerksbetrieben, die genau diesen Prozess auf dem Weg zur Erneuerung ihres Unternehmens durchlaufen und meine Unterstützung suchen.
1) Wissbegierde
Niemand ist allwissend.
Die stärksten Studierenden sind nicht die Lautesten.
Sondern die Neugierigsten.
- Sie stellen Fragen.
- Sie hören zu.
- Sie lernen voneinander.
Manchmal sehe ich, wie Angst vor Unperfektheit dazu führt, die eigenen Fähigkeiten zu überschätzen – aus Sorge, Schwäche zu zeigen.
Doch echte Gründer:innen stellen sich eine andere Frage:
Was kann mir vom Dozenten Neues lernen?
Wissbegierde hält mental beweglich – und macht aus Ideen echte Lernreisen.
2) Resilienz
Spätestens beim ersten kritischen Feedback wird klar:
Gründen ist kein linearer Weg.
Ideen werden hinterfragt:
Annahmen zerlegt.
Modelle neu gedacht.
- Hier zeigt sich Resilienz.
- Nicht als Härte.
- Sondern als Anpassungsfähigkeit.
Als Fähigkeit, Kritik nicht persönlich zu nehmen – sondern produktiv zu nutzen.
Im Semester lernen die Studierenden: Werte zeigen sich nicht, wenn alles läuft. Sondern im Wandel. Und besonders in der Krise.
3) Leidenschaft
Und dann ist da dieses „Funkeln“.
Als Investor schaue ich bei Pitches immer auf die Augen – und auf die Körpersprache.
- Glaube ich dieser Person?
- Spüre ich Überzeugung?
- Oder höre ich nur eine gut gelernte Präsentation?
Wenn Studierende beginnen, wirklich für ihre Vision zu brennen, verändert sich der Raum.
- Leidenschaft ersetzt Angst.
- Klarheit ersetzt Lautstärke.
- Vision ersetzt Vergleich.
„Selbst und ständig“ bekommt plötzlich eine andere Bedeutung: Nicht als Belastung – sondern als Berufung.
Markenführung beginnt nicht im Marketing
Eine der wichtigsten Erkenntnisse des Semesters:
Markenführung beginnt nicht im Marketing.
Sie beginnt in der Unternehmensführung.
- Werte sind kein Kommunikationsinstrument.
- Sie sind ein Entscheidungsfilter.
Und genau hier entsteht langfristige Treue:
- von Mitarbeitenden,
- von Kund:innen,
- von Partnern.
Was bleibt nach 12 Terminen?
Am Ende des Wintersemesters stehen keine perfekten Businesspläne.
Jedoch:
- Klarere Persönlichkeiten
- Schärfere Positionierungen
- Mutigere Visionen
Und vor allem stehen neue Fragen im Raum:
- Sind wir die Besten?
- Oder wissen wir, wofür wir stehen?
Einladung zum Sommersemester 2026 🌱
Im Sommersemester 2026 bieten wir die Vorlesung „Entwicklung einer Geschäftsidee“ an der Hochschule München erneut an.
Wenn du …
- nicht nur gründen, sondern verstehen willst,
- nicht nur optimieren, sondern positionieren willst,
- nicht nur besser, sondern bedeutsam sein willst,
… dann bist du hier richtig.
Denn es reicht heute nicht mehr, der Beste zu sein.
Die entscheidende Frage ist:
Wofür stehst du wirklich?
Vielleicht sehen wir uns im SS2026 oder bei einer privaten Veranstaltung.
Ich freue mich auf neue Ideen.

